14. Dezember 2016 Jannik

Martin Leßmann

Martin Leßmann (geboren am 13. August 1957 in Lüneburg) ist ein Schauspieler und Regisseur, sowie als Pupppenspieler von Kasi aus Hallo Spencer bekannt. Er spielte den kleinen, stets hilfsbereiten Kastanienbaum-Bewohner von 1988 bis 2001 als Nachfolger des nach längerer Krankheit verstorbenen Puppenspielers Herbert Langemann. Weitere von ihm gespielte Charaktere aus der Serie waren außerdem der Pinguin Max, sowie die 1999 eingeführte Figur Moritz. Vor allem war Leßmann jedoch im Theater erfolgreich; seit 2010 z.B. in dem Stück „Du bist meine Mutter“ in Bremen.

Für den ganzen Sommer, oftmals sechs bis acht Wochen am Stück waren wir zusammen im Studio und haben zusammen gedreht. Ja, das gibt's, glaube ich, in der Form heut' überhaupt nicht mehr. Das wäre nämlich auch gar nicht zu finanzieren. […] Es ist schade, dass wir damals als Team - oder wenigstens ein Teil davon - nicht mehr weiterarbeiten konnten…

(Martin Leßmann, Februar 20141))

Karriere bei "Hallo Spencer"

Nach dem Abschluss seines Schauspielstudiums an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover war Martin Leßmann an zahlreichen Bühnen in Braunschweig, Essen, München, Hildesheim, Hamburg und Kiel. Seine „Karriere“ im Spencer-Team begann, nachdem er im Dezember 1985 an einem Casting im Studio Hamburg teilnahm - dort wurde ein neuer Puppenspieler für die Figur Samson aus der "Sesamstraße" gesucht, sowie neue zusätzliche Puppenspieler für "Hallo Spencer". Zunächst spielte er Pinguin Max in der 1987er Max-und-Molly-Staffel und ersatzweise Kasimir, da Herbert Langemann damals schon schwer erkrankt war. Nach seinem Tod im Oktober 1987, wurde Leßmann schließlich zu seinem Nachfolger und spielte Kasi bis zur letzten Staffel der Serie. In den 2000er-, bzw. 2001er-Episoden spielte er außerdem den bereits beim 20-jährigen Jubiläum vorgestellten Reporter Moritz.

Andere Projekte (nach "Hallo Spencer")

Nicht erst seit seinem Theatersolo Die Werkstatt der Schmetterlinge (1999) bewährt sich Martin Leßmann als „Schauspieler, Puppenspieler, Clown, Poet, Magier, Komödiant, Träumer, Kindskopf und des Theatergottes idealer Gehilfe …“. In seinen Erzählkabinetten experimentiert er mit Texten von Kleist, Kafka, Musil, Mozart, Jean Paul, Oscar Wilde, Wilhelm Busch, Theodor Storm und Christian Morgenstern mit den Formen des lebendigen Vortrags für ein Publikum jeden Alters. In seiner Wahlheimat leitete er von 1994 bis 1999 das Kinder- und Jugendtheater MOKS, dem er auch weiterhin verbunden ist - Herrn Winters Geheimnis (2001), Klamms Krieg (2003-2006), Die Seiltänzerin (2007-2009) und als Gast mit Du bist meine Mutter (Premiere 2010). Ebenso ist er ein Künstler der freien Bremer Theaterszene, zuletzt in Produktionen in der Schwankhalle: Der Krieg der Knöpfe (2009), Ente Tod und Tulpe (2012/2013), und am Bremer Kriminal Theater Die 39 Stufen (2010-2013), Revanche (2013).

(du-bist-meine-mutter.de)2)

2014 rief seine langjährige Kollegin Karime Vakilzadeh u.a. gemeinsam mit Leßmann das von ihr konzipierte Projekt „always poet“ ins Leben.3)

Seit dem selben Jahr sieht man ihn außerdem auf der Bühne in Inszenierungen der Stücke „Der Weibsteufel“, sowie „Arsen und Spitzenhäubchen“ (seit 2015) und Ferdinand von Schirachs „Terror“.4)

Weiterführende Artikel

Weblinks

1) im Interview mit Julian Schlichting und Henning Plückebaum
3) always poet bei youtube.com
4) Premiere im Mai 2016, Bremer Rathaus.