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28. Juni 2017 Jannik

Das Werk Peter Podehls

Eines von Podehls letzten Drehbüchern zu "Hallo Spencer", 1993. Dies ist eine Zusammenstellung des vollständigen Werkes des Regisseurs, Autoren und Schauspielers Peter Podehl (*1922-†2010) und eine Auflistung sämtlicher Produktionen, an denen er beteiligt war.

Seine Tochter Claudia Podehl verwaltet die Homepage peterpodehl.com, auf der zahlreiche Schrift-, Ton- und Foto-Dokumente, die in Zusammenhang mit Podehl stehen, veröffentlicht wurden und werden, und führt über die Seite auch den persönlichen Blog ihres Vaters (stadtroman.de), den er ab 2002 schrieb, weiter.

Bibliografie

  • „Kommen und Gehen“ (Spiel in zehn Bildern, 1948)1)
  • „Familientheater“ (Komödie, 1949)2)
  • „Eupa und Ro“ (Schauspiel mit Musik und Tanz, 1950)3)
  • „Möglichkeiten“ (Theaterstück in zwei Teilen, 1951)4)
  • „Das späte Fräulein Pimpernel“ (Komödie, 1950)
  • „Wunschdenkensende“ (Theaterstück, 1951)
  • „Ich und fast alle meine Ärzte“ (Theaterstück, 1951)
  • „König gefangen“ (Komödie, 1952)
  • „Scheidung auf Probe“ (Lustspiel, 1952)
  • „Henriette Gusic“ (Theaterstück in zwei Teilen, 1953)5)
  • „Sieben Liebesgeschichten“ (1994)6)
  • „Die Komödie von der Welt in Erwartung des Menschen“ (Lesestück und Hörspiel, 1995)7)
  • „Stadtroman“ (2004)8)
  • „Märchenbuch für Liebende“ (2011)9)
  • „Tagebuch und Testament eines Unbekannten“ (2013)10)

Theaterinszenierungen

Von 1946 bis 1950 inszenierte Podehl am Deutschen Nationaltheater in Weimar, wo er zugleich auch als Schauspieler engagiert war. Nachdem er 1955 die DDR verließ, folgten nur noch sporadisch Theaterinszenierungen. Unter anderem:

  • „Des Teufels General“ (von Carl Zuckmayer)11)
  • „Bunbury - Ernst sein ist alles“ (von Oscar Wilde)12)
  • „Der Regenmacher“ (von Richard N. Nash)13)

Im Jahr 2011 wurde Podehls Drehbuch zur DEFA-Produktion „Die Geschichte vom Kleinen Muck“ (1953) Grundlage für eine Theaterinszenierung am Badischen Staatstheater in Karlsruhe.

Filmografie

Kino- und Fernsehfilme

DDR, 1951 „Corinna Schmidt“ Schauspieler
DDR, 1953 „Die Geschichte vom Kleinen Muck“14) Drehbuch, Regie-Assistenz15)
DDR, 1954 „Leuchtfeuer“ Regie-Assistenz16)
BRD, 1955 „Vor Gott und den Menschen“ Regie-Assistenz17)
BRD, 1955 „Ich denke oft an Piroschka“ Regie-Assistenz18), Schauspieler
BRD, 1957 „Der Wolf und die sieben Geißlein“ Regie, Drehbuch
BRD, 1961 „Frau Holle - Das Märchen von Goldmarie und Pechmarie“ Regie, Drehbuch
BRD, 1961 „Ahimeh“19) (WDR) Regie, Drehbuch
BRD, 1963 „Der ehrliche Luigi“ (WDR) Regie, Drehbuch
BRD, 1970 „Maximilian Pfeiferling“ (SFB) Regie
BRD, 1970 „In Ehrenfeld ist heute Wilder Westen“ (WDR) Regie
BRD, 1980 „Jan vom goldenen Stern“ (WDR) Regie, Drehbuch
BRD, 1985 „Seid ihr alle da? - Erinnerungen an den Puppenspieler Friedrich Arndt“ (ARD) Moderator20)
BRD, 1989 „Wir erinnern uns an Peter René Körner“ (ARD) Moderator21)

Fernsehserien

1956-1957 „Zwischen Halb und Acht“ (BR) Regie, Drehbuch
1960 „Aus dem Bücherschrank geholt“ (WDR) Produzent, Regie, Drehbuch, Moderation
1962-1963 „Die Höhlenkinder“22) (WDR) Regie
1965-1971 „Kasper und René“23) (WDR) Regie
1966-1967 „Hase Cäsar“ (WDR) Regie
1967-1969 „Der gemütliche Samstagabend“24) (SR) Regie, Drehbuch
1973-1983 „Lemmi und die Schmöker“25) (WDR) Regie, Drehbuch, Moderation
1980-1994 "Hallo Spencer" (NDR) Regie, Drehbuch, Regie-Assistenz26)
1980-1984 „Spaß am Montag“ (ARD) Regie, Drehbuch
1984-1990 „Spaß am Dienstag“ (ARD) Regie, Drehbuch

1957 entstanden außerdem 11 Kurzfilme für den WDR, die Podehl schrieb und selbst mit einer 16mm-Kamera produzierte.

Sonstiges

Anfang der 1970er Jahre moderierte Podehl die Radiosendung „Geschichte auf Bestellung“ für den WDR. Im Laufe der Sendungen war er u.a. im Gespräch mit Astrid Lindgren, dem damaligen Außenminister Walter Scheel, Frank Elstner, James Krüss und vielen anderen.

Ab 1993 veranstaltete er gemeinsam mit seiner Ehefrau Charlotte eine Reihe von Leseabenden, und außerdem eine Vortragsreihe mit eigenen Texten, und kommendierenden Texten zu Werken und den Biografien von u.a. Friedrich Hölderlin und Johann W. Goethe. Nach 1999 setzte Podehl seine Vortragsreihe allein fort; es folgten Lesungen mit musikalischer Begleitung, Lesungen mit der Schauspielerin Eva Behrmann und Vorträge an Universitäten in Deutschland und Italien.27)

Weiterführende Artikel

Weblinks

1) Uraufführung am Weimarer Nationaltheater mit Charlotte Ulbrich und Peter Podehl in den Hauptrollen. Regie: Helmut Spieß. Digitale Abschrift seit Februar 2015 auf peterpodehl.com verfügbar.
2) Uraufführung am Weimarer Nationaltheater mit Charlotte Ulbrich in der Hauptrolle.
3) In den 1950er Jahren relativ erfolglos inszeniert mit Bühnenbildern nach Erwin Hahs, u.a. in Kassel. Digitale Abschrift seit November 2010 auf peterpodehl.com verfügbar.
4) Digitale Abschrift seit Mai 2015 auf peterpodehl.com verfügbar.
5) Digitale Abschrift seit 2013 auf peterpodehl.com verfügbar.
6) Geschichten von Peter Podehl, die er in den 1990er Jahren in Gemeindesälen und Privathaushalten als Lesung vortrug. Digitale Abschrift seit Dezember 2010 auf peterpodehl.com verfügbar. Es existiert außerdem eine aufgezeichnete Lesung des Stückes von Peter und Charlotte Podehl.
7) Digitale Abschrift seit Dezember 2010 auf peterpodehl.com verfügbar. Es existiert außerdem eine aufgezeichnete Lesung des Stückes von Peter und Charlotte Podehl.
8) Roman-Projekt in drei Teilen, welches Podehl zwischen 2002 und 2004 Kapitel für Kapitel auf seinem Blog stadtroman.de veröffentlichte.
9) Geschichten von Peter Podehl aus dem Jahr 1949 mit Illustrationen von Iris Hahs-Hofstetter - posthum veröffentlicht von Claudia Podehl auf peterpodehl.com
10) Peter Podehls authentisches Kriegstagebuch, welches er 1947 seiner Kollegin und Freundin, der Schauspielerin Charlotte Ulbrich schenkte - 66 Jahre später posthum veröffentlicht von Claudia Podehl auf peterpodehl.com
11) inszeniert am Stadttheater Ingolstadt
12) , 13) inszeniert am Theater Aachen
14) , 19) mit seinem Stiefsohn Thomas Schmidt in der Hauptrolle
15) , 16) Regie: Wolfgang Staudte
17) Regie: Erich Engel
18) Regie: Kurt Hoffmann
20) , 21) gemeinsam mit Armin Maiwald
22) mit seiner Tochter Claudia Schmidt in einer Hauptrolle
23) von und mit Friedrich Arndt
24) u.a. mit Friedrich Schönfelder
25) mit Puppen von Friedrich Arndt und Podehls Enkelin Lavinia Fenu in einer Nebenrolle
26) Regie: Armin Maiwald (Folgen 6-15)
27) Eine frühe Ton-Aufzeichnung des sogenannten „Zitatenpudding“, bei dem Charlotte Podehl Zitate und Aussagen berühmter Dichter und Denker vorlas und ihr Mann Hinweise zu den Persönlichkeiten aufgab, bis er jeweils am Ende den Autoren verriet, wurde 2016 von Claudia Podehl auf youtube.com veröffentlicht.